E M D R
Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Praxis Winfried Overbeck
Posttraumatische Belastungsstörung, Vergewaltigung, Unfall, Terror, EMDR,

Was  ist eigentlich EMDR ?

Sressbelastung, Stress, Überlastung, Prüfungsangst, Kriegstrauma, Trauma

Als Einstieg die Äußerung eines Betroffenen in einem Forum für Unfallopfer:

"Eine der am besten wissenschaftlich untersuchten Traumatherapien, mit deren Hilfe man belastende Erinnerungen sehr schnell verarbeiten und loswerden kann (wird allerdings leider in Deutschland nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung eigens vergütet). Nach meiner Erfahrung bringen bereits wenige Sitzungen deutliche Erfolge bei:

  • Belastenden Erinnerungen, z.B. an sexuellen Mißbrauch
  • Posttraumatische Belstungsstörung (PTBS)
  • dadurch hervorgerufener Dekompensation/Depression/ Rerealisation / Depersonalisation und andere dissoziative Störungen
  • Flashbacks
  • Dissoziativen Störungen  aller Art
  • Psychischem Mißbrauch 
Leider gibt es in Deutschland momentan noch wenige Therapeuten, die Erfahrungen mit EMDR haben. Die Suche nach einem guten EMDR-Therapeuten kann sich aber lohnen! Man spart sich u.U. Jahre an konventioneller Therapie und man kann u.U. auch "hängengebliebene" Therapien wieder flottkriegen!"

Trauma, Unfallopfer EMDR-Behandlung EMDR-Dortmund.de Stabilisierung
"Sicherer Ort" Todesgefahr EMDR erfolgreich  EMDR-Therapie EMDR-Therapeut
EMDR erfolgreich Missbrauch Folterung Verewaltigung Prügel gewalttätig Opfer Gewalt EMDR-Sitzung

EMDR 

Eye Movement Desensitization Reprocessing,

ist ein sehr wirksames Verfahren zur Behandlung psychischer Traumata und emotionaler Blockaden. Durch Licht-, Ton- oder Berührung- Stimulation werden beide Hirnhälften wechselseitig aktiviert und dadurch die Kommunikation erzwungen, die für eine regelrechte Verarbeitung von Sinneseindrücken notwendig ist.

SPECT vor EMDR
Soect nach EMDR
Gehirn-3D-Scan  vor und nach EMDR.
Photos von Dr. Daniel Amen
Das linke Photo zeigt eine Frau mit Posttraumatischer Belastungsstörung.
Die roten Bereiche zeigen  die überaktiven Bereiche des Gehirns. Das rechte Photo zeigt die gleiche Patienin nach EMDR ( Sitzungsdauer 90 Minuten)

Traumatherapie Praxis Overbeck

Beim Trauma und emotionalen Blockaden kommt es zur „Dissotiation“, d.h. zur Unterbrechung des Austausches der Information der beiden Gehirnhälften. Als Folge kann unser Gehirn Sinneseindrücke nicht mehr in einem rationalen und emotionalen Gesamtzusammenhang abbilden. Dadurch wird  eine adäquate Handlungsstrategie (Thalamus, Limbisches System, Hippocampus) verhindert. Das Gehirn fährt nun ein archaisches "SOS-Programm"  und übergibt die Verarbeitung an einen  Bereich (Amygdala), der eigentlich Instinkte, Gefühle, Reflexe etc. verwaltet. Das daraus resultierende Verhalten entspricht einem Neandertaler, der sich in Lebensgefahr wähnt. Es kommt zu Angstzuständen, Panikattacken, übersteigerter Vorsicht und sozialem Rückzug. Die Amygdala bewirkt durch die  Ausschüttung von Noradrenalin Übererregbarkeit (Hypervigilanz), Aggression, Wutausbrüche und Schreckhaftigkeit. Die erhöhte Stressbelastung fördert psychosomatische Erkrankungen und Suchterkrankungen. Da Noradrenalin gleichzeitig die Aktivität des Hippocampus verhindert und damit die Großhirnfunktion ausbremst, kommt es zum Gefühl der Erstarrung, Konzentrationsschwierigkeiten (Verlust der Multi-Tasking-Fähigkeit), Überforderungsgefühl, - ja sogar zur Häufung von Ungeschicklichkeiten und Unfällen. Im Rahmen eines Selbstheilungsversuch stellt unseres Gehirn das Erlebte von Zeit zu  Zeit über den Hippocampus dem Großhirn vor, um zu sehen, ob inzwischen Verabeitungsstrategien vorhanden sind.  Dadurch dringt das Geschehen in Form von "Flash backs" in unser Bewußtsein. Infolge des Ursprungsortes Amygdala  werden diese "Flash backs" durch starke Emotionen gestartet und begleitet, die durch unterbewusste Sinneseindrücke wie z.B. ein Schrei, Reifenquitschen, Polizeisirene oder auch Schweißgeruch ausgelöst sein können.

Amyg1
Emotion

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Die EMDR benutzt nun den Trick, den Hippocampus durch die bilatrale Stimulation der Hirnhälften zu aktivieren. Gleichzeitig werden Erinnerungen an das Trauma, ähnlich einem "Flash back" über einen Trance-Zustand in die Erinnerung geholt. Die Therapiesituation selbst wurde durch Stabilisierungstechniken für den Patienten so vorbreitet, dass er sich sicher und geborgen fühlt und weiss, dass er das "künstliche Flash back" kontrollieren kann. Unter diesen Bedingungen kann das Erlebte über längere Zeit angesehen werden. Dadurch wird das Großhirn in die Lage versetzt, das Trauma in einen realen und rationalen Zusammenhang zu Zeit und Raum einzuordnen. Die ehemals überschießenden Emotionen verlieren sich und das Geschehene kann als Teil der Lebensbiographie eingeordnet werden.

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Es ist nun auch nachvollziehbar, dass die EMDR bei allen Arten von "blockierenden" Ängsten, wie Phobien und Prüfungsangst ein sehr wirksames Verfahren ist. Ein bei uns weniger bekanntes Gebiet ist EMDR zum Stressabbau vor wichtigen und weitreichenden Entscheidungen, wie sie vor allem im angloamerikanischen Raum seit Jahren etabliert ist.

Text wird laufend erweitert!


Gute Infos gibt es noch hier:

Institut für Traumatherapie-Berlin

EMDRIA


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